Maria Magdalena Sheltered Workshops

Unser Ziel

Die erwachsenen Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen sollen in Gatuanyaga nach Beendigung ihrer Schulzeit möglichst selbstständig leben und zu ihrem Lebensunterhalt beitragen. Dazu können sie in der Landwirtschaft oder in verschiedenen Werkstätten arbeiten.

Familien in Not

Für einige Familien ist es schwierig in der Corona Krise genügend Lebensmittel zu kaufen. Viele Eltern haben keine Arbeit mehr. Zwar war die Ernte ganz gut, aber durch die Pandemie sind die Preise für Lebensmittel stark gestiegen.

Lehrerin Nancy kümmert sich um die Menschen mit Behinderung. Sie telefoniert mit den Eltern. Lehrer Jumah versorgt besonders bedürftige Familien mit Lebensmittelpaketen mit Reis und Maismehl.

Inzwischen sind alle Vorräte aufgebraucht und verteilt. Für weitere Lebensmittelspenden brauchen wir Ihre Unterstützung!

Artisan Stephen kann nicht zur Arbeit kommen

In der Holzwerkstatt kann nicht gearbeitet werden.

Der Schreiner und Werkstattleiter Stephen wohnt in der Region Kilimambogo, nur ca. 15 km von den Sheltered Workshops entfernt. Sein Wohnort liegt außerhalb des Bezirks Greater Nairobi.

Wegen der Ausgangssperre darf er nicht zu seinem Arbeitsplatz.



Artisan Julius installiert Geländer in einem Waisenhaus

Die Metallwerkstatt hat Geländer und Treppen für Watoto Wenye Nguvu hergestellt. Das Waisenhaus liegt nicht sehr weit von den Sheltered Workshops entfernt. Alle Teile wurden angeliefert und Julius begann mit der Installation.

Allerdings darf er am Abend nicht wieder zurück nach Munyu, da das Waisenhaus in einem anderen Bezirk liegt. Er musste ein Zimmer mieten und wohnt jetzt dort solange, bis alle Arbeiten erledigt sind.

Alle warten darauf, dass die Corona bedingte Abriegelung der Region wieder aufgehoben wird.

Hier sehen Sie Julius bei der Reparatur der Absauganlage.

Arbeitsschutz – Helfen Sie uns!

In den Sheltered Workshops werden große Anstrengungen unternommen um den Arbeitsschutz zu verbessern. Der Arbeitsschutz ist in vielen Arbeitsbereichen Kenias unterentwickelt. Wir wollen das ändern! Unser Ziel ist es, bei allen Arbeitern ein Bewusstsein für die Wichtigkeit des Arbeitsschutzes zu schaffen. 

Benötigt werden Sicherheitsbrillen, Schweißerbrillen, Arbeitshandschuhe, Gehörschutz, Overalls, Arbeitsmäntel und vor allem Schutzschuhe. Wir wollen auch Maschinen und Geräte wie die Späneabsaugung in der Holzwerkstatt verbessern.

Für die nötigen Mittel brauchen wir Ihre Unterstützung! 

Hier können Sie sofort helfen...

Farming

Auch während der Corona Krise müssen die Kühe und Hühner versorgt werden. Der Gemüseanbau geht weiter. Im Freiland gibt es wegen der Starkregenfälle Probleme. In den Gewächshäusern wachsen die Pflanzen vom Regen geschützt.

Die life assistants, die sich normalerweise um die Menschen mit Behinderung kümmern helfen in der Landwirtschaft mit.

Gibt es bald Marmelade in den Sheltered Workshops?

Es ist unglaublich. Schulleiter Peter Syanda und Lehrer Moses Muchiri wollten bei ihrem Besuch in Deutschland im Oktober 2019 unbedingt lernen wie man Marmelade kocht. Zwei gelehrige Schüler zerkleinerten Ananas, rührten Zucker und Pektin in die Masse, kochten und füllten die Marmelade in Gläser ab. Weil in Munyu kein heißes Wasser aus der Leitung kommt, kochten sie die Gläser zuvor aus.

Das Ergebnis war eine sensationelle Ananasmarmelade.

 

 

Wie koche ich Ananasmarmelade?

In den Sheltered Workshops organisierte Moses ein Marmeladentraining. Doch als erstes fiel der Mixer zum Zerkleinern aus. Trotzdem wird weitergemacht. 

Es fehlen Utensilien zum Kochen von Marmelade und Konfitüre:

Was wird gebraucht: 1 Mixer, große Töpfe, Gläser mit Schraubdeckeln, Material für Etiketten und eine Menge Zucker und Früchte. Bis zur Saison für Mangos und Ananas wird geübt. Dann wird Mangomarmelade und Ananasmarmelade gekocht. Lecker! 

Rezept für super köstliche Ananasmarmelade

Die Köche des kleinen Café Lindenhof haben gelernt leckere Ananasmarmelade zu kochen. Das Rezept ist auch hervorragend geeignet für Mangomarmelade!

So geht´s:

Hier geht es zum Rezept...   

Mülltrennung in den Werkstätten

 

Wohin mit dem Müll?

 

In Munyu gibt es keinerlei Müllabfuhr.

Seit 2018 wurden in den Maria Magdalena Sheltered Workshops viele Anstrengungen unternommen, um den anfallenden Müll ordentlich zu entsorgen. Jetzt wird Müll getrennt.

Es gibt Behälter für Kompost, Recycling und für Verbrennung.

Mit Hilfe unseres Mitarbeiters Hubert Senger wurde ein Ofen für die Verbrennung des Restmülls gebaut. 

Wichtig ist die Schulung aller Mitarbeiter und der Menschen mit Behinderung.

Wie leben die behinderten Erwachsenen?

Unser Verein hat Mittel für den Bau einer Unterkunft bereitgestellt. Im Januar 2014 konnte die erste Gruppe junger Erwachsener mit Behinderung einziehen. Mittlerweile wohnen dort über 40 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen sowie ihre Betreuer.

Die jungen Erwachsenen sind stolz, dass sie jetzt selbstständig in Gatuanyaga leben können. Mit Hilfe von Sozialarbeitern lernen sie sich selber zu organisieren und übernehmen Tätigkeiten im Haushalt.

Die laufenden Kosten übernimmt bis auf weiteres die Benjamin Foundation aus den Niederlanden.

Warum werden Werkstätten gebraucht?

Viele dieser jungen Menschen mit Behinderung haben keine Chancen in der freien Wirtschaft. Für sie wird ein besonderes Umfeld benötigt, in dem sie leben und arbeiten können. Durch ihre Arbeit tragen sie zu ihrem Unterhalt bei. 

Wie arbeiten die behinderten Erwachsenen?

Für die Anleitung und die pädagogische Begleitung ist James Jumah, der stellvertretende Schulleiter der  Special School zuständig.

Die Bewohner arbeiten in den Werkstätten mit einem Werkstattleiter. Sie stellen unterschiedliche Produkte her. In der Holzwerkstatt z.B. werden Möbel wie Tische, Stühle und Schränke für Schulen hergestellt.

Landwirtschaft und Gartenbau

Die Landwirtschaft wurde mit einem großern Wasserspeicher, einem Brunnen und einem Tropfbewässerungssytem nach und nach verbessert. So konnten die Erträge deutlich gesteigert werden. Das Gemüse wird in der Küche der Special School und der Sheltered Workshops zubereitet. Überschüsse werden auf dem lokalen Markt verkauft.

Metallwerkstatt

In der Metallwerkstatt stellen die Menschen mit Behinderung Türen, Tore, Fensterrahmen und Balkongeländer für den örtlichen Markt her.

Die Arbeitssicherheit in den Werkstätten wollen wir unbedingt noch weiter verbessern.

Holzwerkstatt

Die Holzwerkstatt schreinert Schulmöbel, wie Tische, Stühle und Schränke für die neugebaute Schule in Munyu und für private Auftraggeber. Durch Spenden konnten wir 2017 einen Container mit Maschinen zur Holzbearbeitung nach Munyu schicken. Damit kann nun professionell gearbeitet werden. 

Betonwerkstatt

Hier stellen die Menschen mit Behinderung Lüftersteine her. Diese werden in neue Häuser eingebaut. Durch sie wird eine gleichmäßige Belüftung gewährleistet.

Der Werkstattleiter baut die Formen und die Menschen mit Behinderung lernen, wie man die Steine produziert.

Lüftersteine können auf dem lokalen Markt gut verkauft werden.

Café Lindenhof

Auf dem Gelände wurde ein kleines Restaurant, das „Cafe Lindenhof“, errichtet. Dort verkaufen die Bewohner Essen und Getränke. Durch die Nähe zur Hauptstraße Garissa Road finden Mandazi, Chapati und Chai* guten Absatz und die Kunden kommen von früh am Morgen bis spät in den Abend. Seit neuestem gibt es sogar Pizza. 

*Hefegebäck, Fladenbrot und Tee

Wie geht es weiter?

Zusammen mit den kenianischen Partnern haben wir ein Entwicklungskonzept für das gesamte Gelände erarbeitet, mit behindertengerechten Wohneinheiten, einem Freizeitbereich, einem Gästehaus, Werkstätten, dem Bereich für die Landwirtschaft und dem Café Lindenhof. 

Ein großer Saal soll für Versammlung entstehen. In den nächsten Jahren werden weitere Werkstätten gebaut.

Auch der Wohnbereich muss vergrößert und noch stärker auf die Bedürfnisse der behinderten Menschen angepasst werden.

Wie können wir das schaffen?

Helfen Sie uns!

Wir benötigen Ihre Spenden, damit wir helfen können, dieses zukunftsweisende Modellprojekt zu verwirklichen.

Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass behinderte junge Menschen in Kenia eine Zukunft haben!

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